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Fingerbruch

Von einem Fingerbruch sprechen Mediziner, wenn mindestens einer der Fingerknochen gebrochen ist. Jeder Langfinger besitzt drei Knochen und besteht aus drei Gliedern. Nur der Daumen weist lediglich zwei Knochen sowie zwei Glieder auf. Werden die Fingerknochen durch einen Sturz oder Aufprall stark beeinträchtigt, kann es zu einem Bruch kommen, der bei dem Betroffenen in der Regel starke Schmerzen auslöst.

Symptome: Ein gebrochener Finger geht mit starken Schmerzen und einer Schwellung einher, oft kann dieser dann nicht mehr richtig bewegt oder gar benutzt werden. In einigen Fällen kommt es durch einen Unfall sogar zu Fehlstellungen. Bei einer Endgliedfraktur bildet sich häufig ein Bluterguss unter dem Fingernagel.

Ursachen: Bei einer heftigen Einwirkung auf den Finger wird möglicherweise ein Bruch verursacht, aber auch eine Stauchung in Längsrichtung des Fingers kann diesen auslösen.

Diagnose: Der Arzt (Orthopäde) wird den Finger vorerst auf seine Funktionstüchtigkeit und auf mögliche Fehlstellungen untersuchen. Dabei kontrolliert er, wie beugsam der Finger ist. Ein Röntgenbild gibt Aufschluss darüber, ob die Verletzung mit einem Bruch einher geht. Zwei Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven zeigen, in welche Richtung der Bruch verläuft.

Behandlung: Es gibt verschiedene Behandlungsansätze die sich danach richten, auf welche Weise der Finger gebrochen ist. Bei einer leichten Fehlstellung hilft vorübergehend ein Gipsverband, um den Finger ruhig zu stellen. Bei schwerwiegenderen Frakturen dagegen ist eine Operation sinnvoll, um den gebrochenen Finger zu „richten“. Durch winzige Implantate (Schrauben, Platten, Drähten) können die einzelnen Knochenstücke zusammengehalten werden. In diesem Fall ist ein zusätzlicher Gipsverband nur für kurze Zeit notwendig.

Mithilfe von physiotherapeutischen Übungen kann die Beweglichkeit des Fingers wieder erlangt werden. Die Heilungschancen stehen dann sehr gut. Nur selten bleiben Beschwerden wie leichte Schwellungen, Taubheitsgefühle oder eine ausgeprägte Wetterfühligkeit zurück, die aber ebenfalls häufig nur wenige Wochen anhalten. Eine zurückbleibende Fehlstellung des Fingers beeinträchtigt den Patienten meistens im Alltag nicht.

Prognose: Der Verlauf des Heilungsprozesses kann über einige Wochen hinweg mit regelmäßigen Röntgenaufnahmen überwacht werden. In diesen Wochen ist meist ein Gipsverband bzw. eine spezielle Schiene notwendig, damit der gebrochene Finger nicht belastet wird.

Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Infektionen, Nachblutungen, Haut-, Gefäß- oder Nervenschäden treten nur sehr selten auf. Nach Operationen kommt es nur vereinzelt zu Fehl- oder Überbelastungen, so dass sich die Schrauben aus dem Knochen lösen. In diesem Fall muss sich der Patient ein weiteres Mal operieren lassen.