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Mumps (Ziegenpeter)

Mumps (Ziegenpeter) gilt als Kinderkrankheit, da die meisten Menschen zwischen dem fünften und 15. Lebensjahr erkranken. Dennoch können sich Menschen jeden Alters anstecken. Oft verläuft die Krankheit harmlos, nur in wenigen Fällen kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen. Wer jedoch schon einmal an Mumps erkrankt ist kann aufatmen, denn eine Infektion kann nur einmal im Leben auftreten.

Symptome: Bei rund 30 bis 40 Prozent der Mumps-Erkrankten verläuft die Mumps-Infektion völlig beschwerdefrei. Bei jedem zweiten Kleinkind treten erkältungsähnliche Symptome wie Schnupfen und Husten auf. Weitere typische Symptome sind Kopfschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Frösteln, Fieber und Appetitlosigkeit. Später, nach etwa einem Tag, kommen oftmals Schwellungen der Ohrspeicheldrüse, Unterzungenspeicheldrüse und Unterkieferspeicheldrüse hinzu, welche gerne mit Hamsterbacken verglichen werden. Durch die geschwollenen Speicheldrüsen fällt vielen Betroffenen das Kauen und Schlucken schwer, da dies mit starken Schmerzen verbunden ist.

Bei Patienten mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sind Symptome wie Bauchschmerzen, Erbrechen und ein erhöhter Blutzuckerspiegel charakteristisch.

Ursachen: Mumps wird durch den sogenannten Mumps-Virus verursacht, welcher auf der ganzen Welt vorkommt. Besonders betroffen sind Kinder, doch auch Erwachsene können sich mit dem Mumps-Virus anstecken. Infolge der Infizierung bildet der Organismus Antikörper, die vor einer Zweitinfektion schützen.

Übertragen werden die Viren durch die Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen und Sprechen bzw. über den Speichel. Die Inkubationszeit bzw. die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome dauert etwa 16 bis 18 Tage.

Diagnose: Treten die typischen Symptome der Mumps-Erkrankung auf, kann der Arzt eine relativ eindeutige Diagnose stellen. Weitere Laborauswertungen sind dann häufig nicht mehr nötig. Sinnvoll sind jedoch Ultraschalluntersuchungen der Ohrspeicheldrüse und in einigen Fällen der Bauchspeicheldrüse und des Hodens.

Behandlung: Eine spezielle Mumps-Therapie gibt es nicht. Folgende Maßnahmen können die Heilung jedoch unterstützen:

  • Medikamente aus der Apotheke, welche die Schmerzen lindern

  • Warme Öl-Wickel oder Quark-Wickel für den Hals

  • Ernährung: breiige Speisen erleichtern das Kauen

  • Verzicht auf saure Lebensmittel wie Säfte aus Zitrusfrüchten

Komplikationen: Komplikationen sind eher die Ausnahme und treten nur bei wenigen Patienten auf. Junge Männer über 15 Jahren können beispielsweise eine Hodenentzündung bekommen, die schlimmstenfalls zur Unfruchtbarkeit führt. Dies ist jedoch sehr selten der Fall. Dennoch sollten sich Mumps-Erkrankte mit Hodenentzündung stets in ärztliche Behandlung begeben, das Bett hüten und den Hoden hoch lagern, damit die Schmerzen nachlassen. Häufig verschreiben Ärzte in diesem Fall Kortison.

Kommt es infolge der Mumps-Infektion zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, muss der Patient vorübergehend künstlich ernährt werden. Elektrolyte und Nährstoffe werden mittels einer Infusion zugeführt, bis die Schmerzen nachlassen. Deshalb ist hierbei ein Krankenhausaufenthalt unumgänglich.

Bei drei bis zehn von hundert Mumps-Patienten entzünden sich die Hirnhäute (Meningitis), das mit heftigen Kopfschmerzen, Fieber und einem steifen Hals einher geht. Die Heilungschancen stehen zwar gut, dennoch ist es möglich, dass Patienten infolge dessen ins Koma fallen oder unter dauerhaften Symptomen wie Gesichtslähmung oder Nerventaubheit leiden.

Präventive Maßnahme: Um Mumps vorzubeugen, können sich Erwachsene impfen lassen. Meistens erfolgt die Mumps-Impfung aber bereits im Kindesalter in Kombination mit Impfstoffen gegen Röteln, Masern und Windpocken.