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Scheidenpilz

An der sogenannten Vaginalmykose erkranken vor allem Frauen im gebärfähigen Alter. Schätzungsweise sind etwa 75 Prozent der Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von der Infektion betroffen. Bei ca. fünf Prozent der Frauen tritt der Scheidenpilz vier Mal oder öfter innerhalb eines Jahres auf.

Symptome: Häufig wird die Vaginalmykose von einem starken Juckreiz, Brennen und geruchlosen, dünnflüssigen Ausfluss begleitet. Im fortgeschrittenen Stadium verändert sich der Ausfluss, er wird dann eher krümelig. Zudem rötet sich die Scheidenschleimhaut und schwillt an. Schmerzen kommen insbesondere beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr hinzu.

Ursachen: Etwa 80 bis 90 Prozent der Infektionen wird durch den Hefepilz Candida albicans ausgelöst. Normalerweise können die natürlichen Milchsäurebakterien wie Lactobacillus acidophilus Infektionen abwehren, da sie für ein saures Scheidenmilieu sorgen und dadurch das Ausbreiten der Hefepilze verhindern können. Verändert sich dieses Milieu, erhöht sich das Risiko einer Pilzinfektion. Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft oder die Einnahme der Antibabypille spielen dabei oft eine Rolle. Aber auch Antibiotika und eine übertriebene Reinigung des Intimbereichs begünstigen Infektionen. Ist das Immunsystem geschwächt aufgrund von Stress oder anderen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, können sich Hefepilze ebenfalls schnell ausbreiten.

Die Apotheke hilft: Die Apotheke bietet verschiedene Präparate wie zum Beispiel antimykotische Vaginaltabletten, Salben und spezielle Cremes, welche bei Scheidenpilz effektiv helfen. Je nach Schweregrad der Infektion müssen die Tabletten entweder einmalig oder an drei aufeinander folgenden Tagen in die Scheide eingeführt werden. Salben eignen sich vor allem zur äußeren Anwendung, können mit Hilfe eines Applikators aber ebenfalls innen wirken. Vaginalzäpfchen oder Tampons, welche Milchsäurebakterien enthalten, sorgen für die Wiederherstellung des optimalen Scheidenmilieus. Diese Produkte sind rezeptfrei erhältlich.

Was Sie noch tun können:

  • Unterwäsche sollten stets aus Naturfasern bestehen

  • Nach dem Toilettengang immer von der Scheide Richtung After säubern, niemals umgekehrt

  • Handtücher, Waschlappen und Unterwäsche täglich wechseln und bei 60 Grad waschen

  • Hausmittel: einen Tampon in Joghurt tunken und in die Scheide einführen

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion reicht vorerst die Selbstmedikation mit Salben oder Zäpfchen aus der Apotheke. Stellt sich nach drei Tagen allerdings keine Besserung ein oder treten mehr als vier Pilzinfektionen im Jahr auf, sollte der Frauenarzt aufgesucht werden. Der Gynäkologe wird einen Abstrich vornehmen, der im Labor untersucht wird. So kann der Arzt eine genaue Diagnose stellen und den weiteren Therapieverlauf festlegen, welche die Pilze und Bakterien endgültig bekämpft. Erkundigen Sie sich, ob sich der Partner anstecken kann. Schwangere sollten sich informieren, ob der Scheidenpilz dem Baby schaden kann.

Übrigens: Hat eine Schwangere während der Geburt einen Scheidenpilz, kann sich dieser auf das Neugeborene übertragen. Dies passiert etwa in 80 Prozent der Fälle. Da die Infektion gefährlich für das Kind sein kann, müssen Frauen spätestens eine Woche vor Wehenbeginn behandelt werden.