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Hilfe gegen Schweißfüße

© Yuri Arcurs - Fotolia.comViele Betroffene leiden enorm unter ihren Schweißfüßen und wissen nicht genau, wie sie das Problem lösen können. Doch mit einigen Tipps kann effektiv etwas getan werden, um den Leidensdruck zu reduzieren.

Symptome: Experten vermuten, dass sich allein an den Fußsohlen etwa zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen befinden. Bei einigen Menschen sind diese produktiver als bei anderen. Betroffene, die unter starken Schweißattacken leiden, haben neben durchgeschwitzten Füßen oft auch feuchte Hände. Infolge dessen meiden sie sogar soziale Kontakte, da ihnen der „feuchte“ Händedruck unangenehm ist. Menschen mit Schweißfüßen haben das Problem, dass die Socken und auch Schuhe ständig durchnässt sind. Werden die im Schweiß enthaltenen Substanzen von Bakterien zersetzt, entstehen unangenehme Gerüche und infolge dessen die im Volksmund genannten „Käsefüße“. Je nach Beschaffenheit der Bakterienflora auf der Haut, entsteht ein unangenehmes Gefühl. Schlimmer jedoch ist, dass die ständige Feuchtigkeit die Haut angreift sowie Fußpilz und Infektionen begünstigt.

Ursachen: Schweißfüße entstehen keinesfalls aufgrund unzureichender Hygiene und Pflege. Auch das Schuhwerk ist hierfür nicht verantwortlich. Betroffene haben vielmehr ein genetisch bedingtes neurologisches Problem. Das vegetative Nervensystem steuert die Wärmeregulation des Körpers. Werden zu viele Signale an die Drüsen gesendet, reagieren diese mit einer übermäßigen Schweißproduktion. Bereits nach wenigen Minuten kann so viel Schweiß abgesondert werden, dass Socken und Schuhe durchnässt sind. Betroffene haben auf diesen Prozess keinerlei Einfluss.

Schweißfüße – was kann man tun? Mediziner bezeichnen das übermäßige Schwitzen als Hyperhidrose. Patienten, die an der Hyperhidrose leiden sind oftmals verzweifelt und wissen keinen Ausweg. Es gibt jedoch verschiedene Heilmöglichkeiten bzw. Hilfsmittel, um die Beschwerden zu lindern. So können beispielsweise Salben und Lösungen mit Aluminiumchlorid aus der Apotheke die Drüsenausgänge verengen, die sich daraufhin selbst regulieren. Diese Salben müssen nur etwa zwei bis drei Mal pro Woche auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Gesundheitliche Risiken bestehen darüber hinaus nicht. Die Wirksamkeit konnte insbesondere bei Menschen mit einer dünnen Hornhaut nachgewiesen werden, also bei Frauen und Kindern. Eine sinnvolle Alternative ist die Reizstromtherapie (Iontophorese). Hierbei werden die Füße mehrmals pro Woche für ca. 15 Minuten in ein Wasserbad getaucht, durch das schwacher Gleichstrom fließt. Eine weitere medizinische Maßnahme ist die Verwendung des Nervengiftes Botulinumtoxin, welches in die Fußsohle gespritzt wird und die Reizleitung vom Nerv zu den Drüsen unterbricht. Der Nachteil bei dieser Anwendung ist, dass hierfür 40 Einstiche pro Fuß unter einer lokalen Betäubung nötig sind. Die Behandlung muss zudem etwa zwei Mal pro Jahr durchgeführt werden und ist mit 400 Euro pro Sitzung relativ teuer. Nicht alle Ärzten führen diese Schweißgegenmaßnahme an den Füßen durch.

Patienten, bei denen das Schweißproblem an den Füßen sehr ausgeprägt ist, wird oftmals die minimalinvasive Sympathikus-Blockade empfohlen. Dabei wird im Lendenbereich der Nerv blockiert, welcher Reize an den Fuß weiterleitet. Dadurch bleibt der Fuß auf Dauer trocken. Die Operation ist zwar nicht unkompliziert, dafür sind die Rückfallquote sowie die Nebenwirkungen sehr gering.

Tipps gegen Fußgeruch:

  • Fußbäder mit lauwarmem Wasser mit adstringierenden Wirkstoffen (z. Bsp. Eichenrinde) reduzieren die Schweißentstehung. Das Bad sollte maximal zehn Minuten dauern

  • Schuheinlagen mit Aktivkohle, Zimt oder Zedernholz können den Fußgeruch bekämpfen. Zusätzlich helfen Socken mit echtem Silber, da dadurch Bakterien in Schach gehalten werden

  • Spezielle Deodorants für die Füße sind oftmals mit Aluminiumsalzen angereichert. Diese haben jedoch nur eine geringe Wirksamkeit bei starker Schweiß- und Geruchsbildung.

  • Tragen Sie stets luftdurchlässiges Schuhwerk, damit die Feuchtigkeit austreten kann und sich nicht im Schuh anstaut. Wechseln Sie mindestens alle zwei Tage die „Treter“, damit die Getragenen trocknen können